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USA - Der lächelnde Kannibalismus
Geschrieben von: Administrator   
Zur Erinnerung:

1. Mose 9/6: Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden.
3. Mose 24: Wenn jemand einem Nächsten einen Schaden zufügt: wie er getan hat, so soll ihm getan werden: Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen einen Schaden zufügt, so soll ihm zugefügt werden.

S. 107-110: Die Kriege der USA
In diesem Kapitel, das wahrscheinlich für den Leser viel Unbekanntes zutage fördern wird, riskiere ich es, einmal eigene Wege zu gehen und damit viel Widerspruch hervorzurufen. Es wird eine Art Vergang- enheitsbewältigung auch für uns Deutsche werden. Dabei interessiert mich weniger, was Hunderte von Journalisten, Geschichtswissenschaftlern, Militärs und Politikern publiziert haben, denen ich mit gutem Recht mißtraue.

Dies ist die Statistik der offiziell erklärten Kriege der USA seit der Staatsgründung 1789, wobei ich den bürgerkriegsähnlichen Dauerzustand des Kriegs gegen die Indianer unbeachtet lasse:
1812-1815 Krieg gegen England um Seerechte;
1846-1848 Krieg gegen Mexico: Californien und New Mexico werden annektiert;
1861-1865 Bürgerkrieg der Nord- gegen die Südstaaten;
1898 Spanisch-Amerikanischer Krieg: Kuba wird von Spanien unabhängig und ein Satellitenstaat der USA;
1917-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg;
1941 -1946 Zweiter Weltkrieg;
1950-1953 Koreakrieg;
1965-1975 Vietnam-Krieg.
Und nun die wichtigsten militärischen Eingriffe der USA ohne formale Kriegserklärung:
1893 Hawaii wird besetzt und unter Niederschlagung der Einwohner zum " Schutzgebiet" erklärt.
1900 Teilnahme am internationalen Expeditionskorps zur Niederschlagung des Boxeraufstands in China, Eroberung Pekings.
1903 Annektion der Panama-Kanalzone von Kolumbien. Panama wird ein von Kolumbien abgetrennter Satellitenstaat der USA, eine riesige Militärbasis wird eingerichtet.
1904 Da die Domenikanische Republik die Schulden nicht mehr bezahlen kann, interveniert Präsident Theodore Roosevelt und erklärt, daß die USA in Ausübung internationaler Polizeigewalt in der westlichen Hemisphäre für Ordnung sorgen werden, wann immer es notwendig werden sollte.
1911 Nicaragua wird überfallen, um amerikanische Interessen zu schützen; bis 1933 bleiben US-Soldaten dort. 1934 wird von den USA der berüchtigte Diktator Anastasio Somoza eingesetzt.
1914 Kriegerische Auseinandersetzung mit Mexico, dessen Präsident abdanken muß.
1915 Haiti wird nach dem Einmarsch der berüchtigten "Marines", die dort bis 1934 bleiben, zum amerikanischen "Schutzgebiet".
1916 Erneute Strafexpedition im mexikanischen Grenzgebiet.
1916 Erneuter Überfall der Dominikanischen Republik, US-Soldaten bleiben bis 1924.
1958 Truppeneinsatz im Libanon.
1965 US-Soldaten entscheiden den Bürgerkrieg in der Dominikanischen Republik zugunsten der US-lnteressen.
1983 Ohne Vorwarnung wird die Inselrepublik Grenada besetzt.
1984 Ein US-Schlachtschiff beschießt Ziele im Libanon.
1986 Luftangriff auf Ziele in Libyen.
Das sind sieben richtige Kriege und vierzehn unerklärte, insgesamt also einundzwanzig in knapp zweihundert Jahren. Da frage ich, wann der nächste fällig ist.

Hinzu kommen hunderte kleinerer und großer Einmischungen in Konflikte mit Waffen, Krediten, Spenden, sogenannten "Beratern" und Geheimdienstagenten. Ein anderes Mittel zum Aufbau einer imperialen Sphäre von Satellitenstaaten war es, diese Länder so hoch zu verschulden, daß sie vom Wirtschaftsgiganten USA vollständig abhängig wurden.Sogar im Krieg des Irak gegen den Iran mischen die Amerikaner auf die unglaublichste Weise mit, und zwar auf beiden Seiten gleichzeitig. Einerseits liefern die USA dem angeblichen Todfeind Iran Waffen und Flugzeugersatzteile, andererseits sollen dem Irak vorsätzlich verfälschte Geheimdiensterkenntnisse der USA zugespielt worden sein. Von den Contras in Nicaragua will ich hier gar nicht schreiben, denn darüber gibt es reichlich Literatur. Es ist unfaßbar, wie schmutzig sich die USA ihre Hände in diesem kleinen, geplagten Land gemacht haben.Soweit die Fakten, die ich aus einem überall in den USA erhältlichen Taschenbuch, dem "lnformation Please Almanac" entnommen habe. Niemand kann mich als Kommunisten beschimpfen, wenn ich dieses Buch zitiere.Seit 1945, also seit nunmehr immerhin über 40 Jahren, haben sich die Amerikaner mit ihren angeblich Frieden stiftenden Soldaten im Herzen Europas, jedoch auch in Korea, den Philippinen, der Türkei und anderswo fest eingenistet. Fast auf der ganzen Welt wachen sie als selbsternannter Weltpolizist.Und der dritte Weltkrieg wird in den USA auch schon gespielt. Überall in den USA ist in Buchhandlungen ein "lustiges" Spiel erhältlich, hergestellt von der Firma "Victory Games, Inc." (Siegesspiele GmbH), das sich "NATO - The next war in Europe" (NATO - der nächste Krieg in Europa) nennt. Da können die Amerikaner auf einer Landkarte Deutschlands genau durchspielen, wie sich amerikanische Militärs den endgültigen Untergang der mitteleuropäischen Kultur vorstellen. Sterben mehr Menschen in Nürnberg oder Hannover, ist hier die Frage. Soll man Hamburg dem Erdboden gleichmachen oder den Russen überlassen? Der erste Kreuzzug der USA gegen Europa, also der Erste Weltkrieg, war der Beginn eines bis heute andauernden Einsatzes amerikanischer Soldaten auf dem europäischen Kontinent. Um ihn zu verstehen - und das läßt sich anhand Tausender von Dokumenten und Zeitungsausschnitten beweisen -, muß man die tief verankerte, funktionierende Seelengemeinschaft der USA mit dem einstigen Mutterland England betrachten. Schließlich entstammen die gesamte Oberschicht der USA und nahezu alle Präsidenten irischen oder englischen Familien. Man hält zusammen. Man unterstützt sich. Man braucht darüber nicht viel Aufhebens zu machen. Aber es ist offensichtlich. Und es wird abgestimmt gehandelt, wenn es erforderlich werden sollte. So geschah es zum Entsetzen der südamerikanischen Nachbarstaaten der USA während des Falkland-Kriegs, als die USA versteckt und offen die Engländer in einer eher zweifelhaften Angelegenheit unterstützt haben. Neutralität wäre etwas anderes.

Quelle: www.geheimpolitik.de