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Der Vietnamkrieg
Geschrieben von: Administrator   
Nach 1945 wurde die Welt in zwei Blöcke geteilt - den des "demokratischen?" Westens und den des kommunistischen Ostens. Die USA und Westeuropa schlossen 1949 den Nordatlantikpakt (Nato), die Staaten Osteuropas unter Führung der UdSSR 1955 den Warschauer Pakt. Beide Militärbündnisse standen sich feindlich gegenüber und führten einen "Kalten Krieg".
Beide Seiten legten große Waffenarsenale an. Die Blöcke kämpften niemals direkt gegeneinander, waren aber in "Stellvertreterkriege" wie z.B. den Vietnamkrieg verwickelt.

1. Indochinakrieg

Vietnam, das früher unter dem Namen Indochina bekannt war, war einmal eine französische Kolonie. 1946 kam es zum Krieg zwischen den kommunistischen Vietminh und der französischen Kolonialmacht. Nach neun Jahren Krieg führte der vietnamesische Anführer Ho Chi Minh seine Truppen zum Sieg. Der 1. Krieg in Vietnam, der sogenannte Indochinakrieg, war 1954 zu Ende.

Vietnam wurde noch im selben Jahr südlich des 17. Breitengrades geteilt in den kommunistischen Norden und die vietnamesische Republik im Süden. Die USA unterstützten während des Kalten Kriegs demokratische? Staaten. So auch die Republik Vietnam. Man wollte vermeiden, dass auch der Süden Vietnams kommunistisch wurde.

2. Indochinakrieg

Immer wieder kam es zu Gefechten zwischen südvietnamesischen Regierungstruppen und den kommunis- tischen Vietcong.
Der Vietcong wurde von Truppenverbänden Nord-Vietnams unterstützt und wurde von der UdSSR, China und anderen kommunistischen Staaten mit Waffen und Munition versorgt. Ab 1957/1958 kam es dann zum Krieg zwischen dem Norden und dem Süden.

Ho-Chi-Minh-Pfad

Die Vietcongs aus dem Norden schlugen Wege durch den Dschungel, legten ein kompliziertes Tunnelsystem an. Diese Anlagen, über die Waffen und Männer in den Süden kamen, nannte man den Ho-Chi-Minh-Pfad.

Tongking-Zwischenfall

Um einen Grund für einen Kriegseintritt zu haben, inszenierten die USA den sogenannten Tongking-Zwischen- fall. Angeblich sollen zwei amerikanische Zerstörer von nordvietnamesischen Kriegsschiffen aus bombardiert worden sein. Daraufhin bombardierten amerikanische Bomber Nordvietnam. Ab 1965 schickte Washington Soldaten nach Vietnam.

Schrittweise erhöhten die USA ihre Truppenstärke in Südvietnam. Im März 1969 standen 541 000 ameri- kanische Soldaten in Süd-Vietnam. Ihre Überlegenheit konnten sie gegenüber dem Feind wegen der schwierigen Geländeverhältnisse nicht ausspielen. Die kommunistischen Truppen (1969 etwa 240 000 Mann) waren den Truppen des Südens zwar zahlenmäßig unterlegen, konnten das aber durch ihrer Schnelligkeit und hohe Operationsfähigkeit wiedergutmachen.

Waffenstillstandsverhandlungen

1968 führte man Waffenstillstandsverhandlungen in Paris. Die Kämpfe gingen jedoch weiter. 19691970) und Laos (1971) zogen sich die amerikanischen u. a. ausländische Truppen zwischen 1971 und 1973 aus Süd-Vietnam zurück. In langwierigen Geheimverhandlungen - parallel zur Pariser Konferenz - vereinbarten der amerikanische Sonderbeauftragte H. A. Kissinger und sein nordvietnamesischer Verhandlungspartner Le Duc Tho im Oktober 1972 einen Waffenstillstand (in Kraft seit Januar 1973), der aber keine Befriedung des Landes brachte; eine Offensive der Kommunisten führte 1975 zur Eroberung Südvietnams. - Gegen den Vietnamkrieg richtete sich in den USA und auch in Westeuropa eine starke Protestbewegung. stellte der amerikanische Präsident R. Nixon das Programm einer »Vietnamisierung« des Kriegs auf: stufenweiser Rückzug der amerikanischen Truppen und Übertragung der Führung des Kriegs an die Armee Südvietnams. Nach Entlastungsvorstößen amerikanischer und südvietnamesischer Truppen nach Kambodscha (

Das Ende des Krieges

1973 ging der Krieg zu Ende, die USA wurden geschlagen und zogen sich zurück. 1975 wurde Vietnam als Sozialistische Republik Vietnam wieder vereinigt. Am Ende wurden auf Vietnam zwischen 1964 bis 1975 dreimal so viele Bomben abgeworfen wie auf Gesamteuropa während des Zweiten Weltkrieges.

 Quelle: www.Derriere.de