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Zoomobjektiv
Geschrieben von: pASob   

Ein wesentlicher Vortei ist natürlich, mit nur einem Objektiv Motive oder Objekte in verschiedenen Brennweiten aufzunehmen, hinzu kommt noch, daß durch das ständige Wechseln von Objektiven die Gefahr von Verschmutzungen im Kameragehäuse, besonders des Sensors und des Spiegels, verringert wird. Man ist bei der Verwendung eines Zoom Objektivs deutlich flexibler.

Allerdings gibt es auch Nachteile, welche vielleicht gegen ein Zoomobjektiv sprechen können. Da wäre zum einen die Abbildungsqualität, die dem einer Festbrennweite in der Regel etwas nachsteht und zum anderen die geringere Lichtstärke, die durch der Max.-Blende, bei den meisten Zoom-Objektiven oft kleiner ausfällt. Dazu kommt noch das Gewicht, welches bei Zoomobjektiven durch die zusätzlichen Zoom-Linsen gegenüber den Festbrennweite wesentlich höher ausfällt. Mal abgesehen von einem Superteleobjektiv.

Auf Objektiven finden Sie in der Regel Werte wie z.B. 18-135mm 1:3.5-5.6G. Diese stehen in diesem Fall für einen Brennweiten-Bereich von 18 mm bis 135 mm bei einer Maximalblende von 3,5 bei 18 mm Brennweite und Maximalblende 5,6 bei einer Brennweite von 135 mm, die Maximalblende wird bei zunehmender Brennweite kleiner.

Das 18-135 mm Zoomobjektiv ist auch ein Objektiv, welches ich selbst gern nutze, da es einen relativ großen Brennweiten-Bereich abdeckt. Es reicht vom Weitwinkel bis hin in den leichten Telebereich und wird daher von mir als sogenanntes „immer drauf“-Objektiv benutzt.

Oft wird bei Zoomobjektiven der Zoom-Faktor mit erwähnt, auch bei digitalen Kompaktkameras wird oft mit einem hohen Zoom-Faktor geworben. Es wird mit Werten wie z.B. 3fach optischer Zoom oder 7fach optischer Zoom geworben, die Brennweiten selbst werden oft gekonnt verschwiegen.

Besonders bei der Erwähnung von Digital-Zoom habe ich immer das Gefühl, das hier der Kunde nur getäuscht werden soll. Digital-Zoom ist meines Erachtens der größte Schwachsinn seit Erfindung der Digitalkamera. Wichtig ist nur das, was optisch möglich ist, wenn es um Zoom oder Brennweiten geht. Der schwachsinnige Digital-Zoom ist nur eine zusätzliche Ausschnitt-Vergrößerung, aus dem was optisch möglich ist, den Ausschnitt kann ich auch viel besser und einfacher später am Computer wählen, so wie mir das Motiv am besten gefällt, da muß ich mir nicht die Qualität durch den Digitalen-Zoom versauen. Zum Glück gibt es so einen Schwachsinn nicht bei einer digitalen Spiegelreflexkamera, zumindest habe ich noch nie etwas davon gehört, ich glaube auch nicht, daß Käufer von höherwertigen Kameras sich von Digitalen-Zoom beeindrucken lassen.

Aber kommen wir noch mal auf den Zoom-Faktor zurück. Was bedeutet denn nun z.B. 3fach- Zoom?

Es gibt und kann da keine eindeutige Antwort geben.

Es kann sich bei einem 3-Fach-Zoom um ein Telezoom mit einem Brennweitenbereich von 100 mm – 300 mm handeln oder aber auch um ein Weitwinkel-Zoom mit einem Brennweiten-Bereich von 15 mm – 45 mm oder auch um ein Standard-Zoom mit einem Brennweiten-Bereich von 24 mm – 70 mm.

Bei all diesen Zoomobjektiven würde die Aussage zu treffen: Es handelt sich hier um ein 3-fach-Zoom. Sie sehen, ohne die Angabe des Brennweiten-Bereichs haben Sie im Grunde gar keine Information. Hört sich aber erst einmal gut an „3-fach optischer Zoom“.

Demzufolge wäre mein 18-135mm Objektiv ein 7,5-fach-Zoom und ein weiteres Zoomobjektiv, welches ich von meiner Frau genehmigt bekommen habe mit einem Brennweiten-Bereich von 55-200mm ein 3,5 Fach Zoom-Objektiv.

Sie sehen, die Angabe des Zoom-Faktors ist im Gegensatz zur Angabe der Brennweite eher unwichtig.